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Artikel im Magazin VW-Depo - "Back to the '70s" - deutsche Übersetzung


deutscher Text direkt unter den Bildern von den Seiten
www.24ca.de - Artikel VW-Depo Seite 1 und 2

Colette und Axel lernten sich im Jahr 1977 kennen. Zwei Jahre später heirateten sie und beschlossen, ihre Flitterwochen in Frankreich zu verbringen. Mit ihrem VW-Käfer und einem kleinen Zelt im Kofferraum.  Aber schon 1980 hängt hinter dem Käfer ein kleiner Wohnwagen. Ein paar Jahre sind vergangen, und die Kinder wurden geboren,  ein Junge und ein Mädchen. Und es ging weiterhin mit einem  Wohnwagen zum Camping. Jahre später kauften sie sich ein Wohnmobil, aber im Laufe der Zeit wurden die Kinder älter und reisten nicht mehr mit den Eltern... aber Colette und Axel geben das Reisen mit Camping nicht auf !

Back to the '70s
von Attila Vendel

Carpe diem – nutze den Tag! „Wir leben unsere Träume!

Bis morgen warten Sie nicht, denn das Leben passiert um uns herum.

Und das Reisen und der Wunsch Neues kennen zu lernen, hält jung“, sagt der deutsche Paar, die auf eine modernere Art als „Landfahrer“ auf Europas Straßen unterwegs sind. Die Liebe zu einem nostalgischen  Auto war wieder erwacht, als ihr Sohn - nach den Traditionen der Eltern -.
als erstes Auto einen VW-Käfer fuhr, den man vorher gemeinsam renovierte.

Für das Reisen auf der Straße wählte man dann auch für den Käfer einen Eriba Pan- Wohnwagen. Nachdem die Kinder aus dem Hause geflogen, ersetze die Familie das  Wohnmobil durch einen Volkswagen-Bus T3 Transporter und die Erinnerungen an vergangene Zeiten lebten mit einem VW-Käfer als Alltagsauto wieder auf.

 „Wir liebten diese Art des Fahrens und so war es fast unvermeidlich, dass der T3 gegen einen älteren VW Bus ausgetauscht wurde.
Genau an Weihnachten  2009 kauften wir dann den T2.“ Nach 11/2 Jahren Renovierung wurde dann der T2 der Begleiter für die Europatouren.

Im Mai 2011 gelang dann die Technische Abnahme und die Registrierung als Oldtimer-Fahrzeug (Historisches Kennzeichen). Und kurz danach wurden dann die Reisen beschlossen.

„Wir hatten schon länger geplant, eines Tages quer durch ganz Europa zu reisen. Aber wann?“, sie stellten sich oft diese Frage und dachten daran, dass es vielleicht  eines Tages dafür zu spät sein könnte, Und so fanden sie es am besten, sofort einen Schnitt zu machen.

Der Mann ist Betriebswirt, Dozent, Journalist und die Frau MTA und arbeitete als Coach in der Beratung und als Dozentin. In den letzten Jahren war es eine  sehr harte und intensive Arbeit für die beiden.  Aber leider ging dann ein sehr wichtiger Kunde in Konkurs  und die Arbeit von 3 Monaten wurde nicht bezahlt.

"Dann haben wir das Beste aus der Situation gemacht: eine schnelle Entscheidung für unsere Reiseplanungen. "Wir haben unser Haus vermietet und finanzieren so einen Teil der Reisen. Die meisten Möbel und Haushaltssachen haben wir verkauft oder verschenkt. Nur die wichtigsten
persönliche Gegenstände, Erinnerungen und Möbel haben wir eingelagert und dann begannen wir mit dem unbekannten Abenteuer. "
Seitdem verbringen sie die meisten Zeit in dem alten Bus. Im letzten Jahr zuerst in Italien, dann cruisten sie vom Sommer bis Weihnachten durch Spanien

Aktuell Osteuropa. Für die nächsten 5 - 7 Jahre sind möglicherweise alle Europa-Länder geplant: „Wir möchten den ganzen Kontinent erkunden, von Irland, Skandinavien, durch die baltischen Staaten. In diesem Jahr über Bulgarien dann dem Weg in die  südlichen Mittelmeer-Länder folgen.“ 

www.24ca.de Artikel in VW-Depo Part 2

Die Routen selbst planen sie oft über das Internet, durchstöbern Foren, holen sich Informationen auf der Webseite vom ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobilclub). Aber sie sind unabhängig und die Route ist sehr flexibel, da die Beiden ohne genauen Zeitplan reisen.

Wenn Sie etwas ändern möchten, tun sie das spontan. Wenn es ihnen irgendwo besonders gefällt, bleiben Sie dort länger.

Jetzt, im Jahr 2014, ist das Paar auf der größten und längsten Reise ihres Lebens: ausgehend von der Donauquelle (Schwarzwald, Deutschland) bis zum Donaudelta und dem Schwarzen Meer. Ursprünglich wollten sie auch nach Odessa und der Krim und dann über Kiew und Polen zurück nach Hause. Aber wegen der aktuellen Lage in der Ukraine wurde dieser Plan aufgegeben. So wollen sie ab Constanta (Konstanzam Schwarzen Meer) in Richtung Süden weiter, nach Bulgarien, dann nach Sofia, und dann weiter in den Süden nach Griechenland. Von Thessaloniki aus geht es dann wieder nach Westen, in den Süden Albaniens, dann durch die Adria, mit einer Fähre nach Italien.
„Wir erwarten, dass wir etwa Mitte November 2014 wieder in Deutschland sind. So wird die Straße 7 Monate lang die Heimat sein. Aber schon vor Weihnachten wollen wir wieder los:
Über Frankreich und Spanien  bis nach Marokko. Weihnachten wollen sie sich auf der iberische Halbinsel mit ihren Kindern treffen.


„Wir sehen unsere Fahrten als ein großes Abenteuer, auf das man sich einlassen muss und vor allem darf“.

Und Colette fügt an: „Wenn man nicht auf engstem Raum zusammen leben und lachen kann, sollte man es lieber bleiben lassen .

Unsere Europareisen steht übrigens unter dem Motto: „ Zu den Grenzen der Sterne“.
Wer sich die Europaflagge anschaut, der weiß, was gemeint ist - die Sterne der EU-Fahne.
„ Wo die Flagge das Gold der Sterne und das Blau des Himmels und des Meeres trägt, muss die Freiheit das höchste Gut sein“ (unbekannter Verfasser).

Uns ist die Freiheit in Europa das Wichtigste. Zur Freiheit gehört auch: Reisen ohne Grenzen!
Freiheit bedeutet aber auch Verantwortung: Rücksichtnahme auf andere Sitten und Kulturen,
Offenheit und Freundlichkeit für die Menschen, die man trifft. Dankbarkeit für alles Neue und Schöne.“

 „Natürlich hat man auch schlechte Erlebnisse: unser Bus wurde schon 3 mal aufgebrochen. 2 mal in Spanien und jetzt hier in Budapest.
Unsere neue richtig gute Alarmanlage hat sich aber schon gelohnt: die Täter sind geflüchtet.

Leider wurde aber das Türschloss ganz brutal zerstört. Nun: so haben wir aber wieder nette Menschen in Budapest näher kenne gelernt, Miklos Szabo (Szabo & Szabo Beetle Werkstatt) hat seinen Feierabend geopfert, um uns das Schloss zu reparieren und bei den Nachbarn  Andrea + Gergely W. konnten wir gleich auf dem Parkplatz übernachten.“

 Übrigens: Ohne Gyula F. hätten wir nicht gewusst, an wen wir uns mit unserem Autoproblem wenden sollten. Und wir hätten keinen netten Abend mit Übernachtung und leckerem Frühstück am Balaton-See bei Gyula und Zultan erlebt. Gyula hatten wir durch Zufall beim Tanken an einer Tankstelle kennen gelernt.

 Mehr als drei Wochen verbrachten wir in dem schönen Land Ungarn. Wir trafen viele sehr hilfreiche, spontane und freundliche Menschen. Dieser Tage erlebten wir auch ein Beispiel der Hilfsbereitschaft in Pécs. Ein Auto (In dem Mutter und Sohn reisten) war im Verkehr stehen geblieben. Der Sohn stieg aus und fing an, das Auto zu schieben. Sofort stand ein Mann neben ihm, um zu helfen, und in der Zeit, die wir brauchten, um auf die andere Straßenseite zu kommen liefen bereits zwei junge Mann auch ganz selbstverständlich zu dem Auto hin und halfen schieben..
Ich denke, in Deutschland hätte bestimmt auch jemand geholfen, aber wohl nicht so schnell. Oft muss man in Deutschland leider erst um Hilfe fragen."

" In Bezug auf Essen sind wir als Camper sehr einfach gestrickt. Aber besonders loben müssen wir das wirklich gute Eis, die Wiener Schnitzel und die ungarischen „Spätzle“ (Nudeln) und natürlich die Gulaschsuppe."

Und was hat ihnen darüber hinaus am besten in unserem Land gefallen?

Colette beginnt aufzuführen: "Nun: Budapest ist sicher die Perle von Ungarn. Wir kannten die Hauptstadt schon von einer Tagung (da waren wir mit dem Flugzeug angereist.) Fischerbastei, Burg, Parlament, Zugbrücke, Therme, Eisenbahnmuseum ….

Die vielen Touristenorte hatten wir natürlich auch alle besucht. Und in Budapest waren wir jetzt zum 2. Mal: eine der schönsten Großstädte Europas. Trotzdem. Man lernt wieder neue Ecken kennen. Besonders beeindruckt hat uns das Denkmal „Die Schuhe an der Donau“. Mit viel Liebe zum Detail errichtet. Man wird nachdenklich und ist dankbar, dass wir in Frieden und Freiheit in einem demokratischen Europa leben dürfen.

Schön fanden wir den Ausflug zum „“Sissi-Schloss“ Kiraly Kastely nach Gödölloi. Und auch der Balaton hat uns sehr gut gefallen. Wir haben auch viele Thermalbäder besucht: Heviz, Zalakaros, Kaposvar und Harkany. Das Heilwasser tut sehr gut!

Die Reise der beiden Deutschen ging weiter zur südlichen Grenze, zunächst nach Kroatien und weiter die Donau entlang über Osjek und Vukovar, dann nach Serbien Richtung „Eisernes Tor“ und nach Belgard, wo sie im Juni am Käfer Treffen teilnehmen wollten. Dies wurde jedoch wegen der Unwetter und Überflutungen kurzfristig abgesagt. Trotzdem haben sie ein paar Käfer- und VW.Bus-Freunde getroffen.

Weiter ging es dann nach Rumänien:Timisoara, Sibiu, Arad, und dann zur alpinen Transfogarascher Hochstraße.

Nach Redaktionsschluss und Erscheinungstermin sind die Beiden wahrscheinlich schon in einem anderen Land. Später wollen sie vielleicht einmal Vorträge über die Abenteuer halten,
und vielleicht auch ein Buch über die Reise herausgeben  "Zurück in die 1970iger ".

Die Geschichte kann man hier weiter verfolgen: http://europa-im-vw-bus.blogspot.de

 
Bildunterschriften:

 24.000 km stehen auf dem Tacho, davon sind sie 61.000 Kilometer mit dem Bus gereist.

- 70 PS lüftgekühlter Boxermotor mit Ölkühler.

Ausgestattet mit Herd, Spülbecken, Kühlschrank, WC und einer Truma-Standheizung, erprobt bei -17 Grad Außentemperatur und innen 18 bis 20 Grad als angenehmes Klima zum Schlafen wie zu Hause.

Das Nummernschild:
BB für Böblingen (in der Nähe von Stuttgart), CA – für Colette und Axel, die 73 - Baujahr vom Bus
und das "H"
ist das besondere Kennzeichen für ein „historisches Fahrzeug“.


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